Home

Donnerstag, 28. Juli 2016

 

In häufigen Fällen ordnen Erblasser in ihrem Testament für ihre Erbschaft die Testamentsvollstreckung an. Der Testamentsvollstrecker kann die Abwicklung in der Regel zeit- und mittelschonender vollziehen als die Erben selbst, so dass es in der Regel sinnvoll ist, einen solchen einzusetzen. Zudem verhindert der Einsatz eines Testamentsvollstreckers oftmals, dass die Erben sich im Zuge der Abwicklung des Nachlasses zerstreiten.

 

Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen. Er kann entweder nur mit der Abwicklung des Nachlasses oder mit einer sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Verwaltung des Nachlasses beauftragt werden.

 

Als Testamentsvollstrecker können verschiedene Personenkreise beauftragt werden. Es ist jedoch darauf zu achten, dass das vertrauensvolle Amt als Nachlassverwalter und ‑vollstrecker durch Personen ausgeführt wird, welche nicht in einem Interessenskonflikt (z.B. geldwerte Vorteile) beeinflusst werden. Zudem ist zu überdenken, dass die Tätigkeit als Testamentsvollstrecker erhebliches juristisches Know-How erfordert. Hierbei liegt die Beauftragung eines Rechtsanwaltes nahe, da dieser im tagtäglichen Geschäftsalltag mit diesen Themen, insbesondere im Falle einer Vertiefung des Familien- und Erbrechts, befasst ist.